Diabetes

Diabetes ist eine weit verbreitete Erkrankung bei der es eine Vielzahl von Betroffenen weltweit gibt. Man spricht immer dann von Diabetes, wenn der Blutzuckerspiegel eines Patienten dauerhaft zu hoch ist.

Dabei wird zwischen Diabetes Typ I, einer Autoimmunerkrankung und Diabetes Typ II, einer Insulinresitenz, unterschieden. Die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der beiden Typen sind oft völlig unterschiedlich. Um Diabetes behandeln zu können, ist es notwendig zuerst den Typ der Erkrankung festzustellen.

Obwohl es leider nicht möglich ist, Diabetes vollständig zu heilen, gibt es doch Wege um Diabetes zu behandeln. Nachstehend werden nützliche Informationen zu den Ursachen, den Symptomen und möglichen Behandlungsmethoden für Diabetes zusammengefasst.

Ursachen von Diabetes

Ursachen von Diabetes

Gerade bei Diabetes Typ II wird vermutet, dass genetische Faktoren eine wichtige Rolle bei der Erkrankung spielen. Studien konnten nachweisen, dass bei Kindern von Eltern mit Diabetes Typ II eine erhöhte Chance von 30% besteht, ebenfalls zu erkranken. Eine ungesunde Ernährung sowie mangelnde Bewegung können allerdings ebenfalls zu den Ursachen einer Diabetes Erkrankung zählen. Gerade Menschen, die übergewichtig oder fettleibig sind, haben ein höheres Risiko an Diabetes zu erkranken.

In seltenen Fällen können auch bestimmte Medikamente zu einer Erkrankung mit Diabetes beitragen. Je eher Diabetes erkannt wird, desto schneller können die Blutzuckerwerte wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Andernfalls kann Diabetes zu Folgeerkrankungen wie Impotenz führen.

Häufige Ursachen für Diabestes liegen allgemein betrachtet in erblichen Veranlagungen oder einem ungesundem Lebensstil. Laut der Internationalen Diabetes Förderation (IDF) leiden ca. 12% der Bevölkerung zwischen 20 und 79 Jahren an Diabetes und ca. 90% aller Zuckerkranken erkranken an den Ursachen für Diabetes Typ II, nur 5-10% an den Ursachen für Diabetes Typ I.

Folgende Faktoren eines ungesunden Lebensstiles können allgemeine Ursachen für Diabetes darstellen:

  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Kohlenhydratreiche Ernährung

Das Hormon Insulin sorgt dafür, dass der Zucker in die Zellen der Muskeln gelangt. Bei Diabetes mangelt es entweder an körpereigenem Insulin oder die Zellen reagieren zunehmend resistent auf das Hormon. Wenn der Zucker also nicht in die Zellen gelangen kann, reichert er sich im Blut an und es kommt zu einer Zuckererkrankung.

Ursachen für Diabetes Typ I:

Die Ursache für Diabetes Typ I ist eine Autoimmunerkrankung des Körpers. Dabei werden die insulinproduzierenden Beta Zellen aufgrund einer Fehlfunktion im Körper vom eigenen Immunsystem abgetötet. Wenn das Insulin fehlt, gelangt der Zucker nicht mehr in die Zellen der Muskeln und reichert sich stattdessen im Blut an.

Der Körper verliert dadurch viel Wasser und es entstehen gefährliche Säuren im Blut, die zur Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen können, falls der Körper nicht schnell das nötige Insulin erhält.

Der Diabetes Typ I kann in jedem Lebensalter auftreten. Oft tritt er sogar schon im Teenageralter auf, weshalb der Diabetes Typ I auch als jugendliches Diabetes bezeichnet wird. Als Ursachen für Diabetes Typ I gelten folgende Faktoren:

  1. Erbliche Veranlagung
  2. Auslösende Erkrankung

Die Anlage zur Entstehung von Diabetes Typ I wird höchstwahrscheinlich vererbt. Diese Veranlagung ist allerdings noch kein Garant dafür, dass die Krankheit auch wirklich ausbricht. In der Regel bedarf es dazu eines Auslösers als weitere Ursache für Diabetes, meist einer Infektionskrankheit, die das eigene Immunsystem so stören, dass es das die insulinproduzierenden Beta Zellen abtötet.

Folgende Krankheiten können unter Umständen als Ursachen für Diabetes Typ I gelten:

  • Mumps
  • Masern
  • Röteln
  • Grippe (Influenza)
  • Herpes
  • Hirnhaut- und Herzmuskelentzündungen

Ursachen für Diabetes Typ II:

Als Ursache für Diabetes Typ II gilt, dass die Zellen zunehmend unempfindlich auf Insulin reagieren. Daher brauchen Patienten mit Diabetes Typ II zunehmend mehr Insulin, um den Zucker in die Zellen zu bekommen.

Nach einiger Zeit kann die Bauspeicheldrüse, in der das Insulin produziert wird, der Überbelastung nicht mehr standhalten. Die Beta Zellen erzeugen daraufhin zunehmend weniger bis gar kein Insulin mehr. Daher lassen sich die Symptome für diesen Typ auch nur schwer erkennen, da sie schleichend auftreten.

Zu den Ursachen für Diabetes Typ II zählen:

  1. Erbliche Veranlagung
  2. Ungesunder Lebensstil

Die Vererbung spielt als Ursache für Diabetes Typ II eine große Rolle. Ist bereits ein Elternteil an Diabetes erkrankt, liegen die Chancen für das Kind ebenfalls daran zu erkranken bei 40%. Falls sogar beide Elternteile betroffen sind, erhöhen sich die Chancen für das Kind sogar auf 80%.

Neben diesen Veranlagungen kann auch ein ungesunder Lebensstil als Ursache für Diabetes Typ II gelten. Besondere Risikofaktoren sind dabei:

  • Übergewicht: Hier ist besonders ein großer Taillenumfang ein Risikofaktor.
  • Bewegungsmangel: Begünstigt die Entstehung von Übergewicht.
  • Rauchen: Das Risiko für Raucher an Diabetes zu erkranken ist doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern.
  • Schlafstörungen: Unruhe im Schlaf oder auch starkes Schnarchen gelten ebenfalls als Ursachen für Diabetes, da der Körper hier Stresshormone ausschüttet, welche die Unempfindlichkeit der Zellen gegen Insulin fördern.

Ursachen für Diabetes bei Schwangeren:

Bei 1-3% aller Schwangeren kann es zu Schwangerschaftsdiabetes kommen. Als Ursachen für Diabetes bei Schwangeren gelten hier der veränderte Stoffwechsel während der Schwangerschaft sowie zusätzlich produzierte, weibliche Hormone wie beispielsweise Östrogen oder Gestagen.

Weitere Ursachen für Diabetes bei Schwangeren sind die Heißhungerattacken, die werdende Mütter oft überfallen. Dabei nehmen sie unter Umständen besonders viel Süßes zu sich. Der eingenommene Zucker kann nur verarbeitet werden, wenn die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produziert. Folgen davon sind entweder zunehmende Unempfindlichkeit der Zellen auf das Hormon oder Überforderung der Bauchspeicheldrüse mit der Überproduktion. In beiden Fällen reichert sich der Zucker im Blut an und führt zu Schwangerendiabetes.

Symptome von Diabetes

Symptome von Diabetes

Viele Menschen bemerken eine Diabetes Erkrankung nicht unbedingt sofort. Zu den häufigsten Symptomen zählen:

  • Häufiger Harndrang
  • Jucken im Genitalbereich
  • Gewichtsverlust
  • Übermäßiger Durst
  • Trockene Haut, Juckreiz im Genitalbereich
  • Schlecht heilende Wunden
  • Anfälligkeit für Infektionen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwächegefühle

Patienten, die von Diabetes Typ I betroffen sind, entwickeln meist deutlich schneller stärkere Symptome, bei Diabetes Typ II kann die Erkrankung hingegen jahrelang unerkannt bleiben. Eine ärztliche Konsultation kann Klarheit schaffen und ermöglicht eine Behandlung.

Besonders anfällig für Diabetes sind Übergewichtige oder Personen mit familiärer Veranlagung. Sie sollten besonders intensiv auf Diabetes Symptome in ihrem Körper achten. Aber auch generell ist Diabetes weit verbreitet und sollte auf jeden Fall ernstgenommen werden.

Unterscheidung der Diabetes Typen

Bei Diabetes wird zwischen Typ I und Typ II unterschieden. Die Diabetes Symptome beider Typen ähneln sich, unterscheiden sich jedoch stark im Zeitpunkt und der Intensität ihres Erscheinens. Die Diabetes Symptome bei einer Typ I Erkrankung treten wesentlich später auf, manchmal sogar erst nach Jahren auf.

Die Diabetes Symptome einer Typ II Erkrankung treten schon früher auf, dafür aber sehr schleichend, was diesen Typ besonders gefährlich macht. Häufig wird die Diabetes Erkrankung erst nach einem Herzinfarkt entdeckt, da die leichten Diabetes Symptome nicht ernst genommen wurden.

Diabetes Symptome: Typ I

Bei Diabetes Typ I handelt es sich um eine Autoimmunreaktion. Bei diesem Typ werden die insulinproduzierenden Beta Zellen im Körper vom eigenen Immunsystem zerstört. Da der Körper das Insulin benötigt, um den Zucker in die Körperzellen aufzunehmen, reichern sich die Zuckermoleküle bei Insulinmangel zunehmend im Blut an. Gefährlich bei Typ I ist, dass die Diabetes Symptome erst entdeckt werden, wenn bereits 75-80% der insulinproduzierenden Beta Zellen zerstört sind.

Erst dann zeigen sich Diabetes Symptome wie übermäßiger Durst, Abgeschlagenheit oder verstärkter Harndrang. Bei Typ I können außerdem weitere Diabetes Symptome auftreten, wie beispielsweise:

  • Krämpfe
  • Verstopfung
  • Hautentzündungen
  • Veränderungen der Sicht

Diabetes Symptome: Typ II

Bei Diabetes II handelt es sich um eine Insulinresistenz. Hierbei reagiert der Körper zunehmend resistent auf Insulin. Im Anfangsstadium der Erkrankung schafft es der Körper noch, den Insulinmangel durch eine erhöhte Insulinproduktion auszugleichen. Nach einiger Zeit reicht das körpereigene Insulin allerdings nicht mehr aus und der Blutzuckerspiegel kann sich nicht mehr eigenständig regulieren.

Typische erste Diabetes Symptome sind starker Durst und häufiger Harndrang. Die ersten Diabetes Symptome sind allerdings recht leicht und machen sich bei den Patienten oft eher als eine Art Unwohlsein bemerkbar. Aus diesem Grund werden die Diabetes Symptome oft vernachlässigt und der Gang zum Arzt vermieden. Dabei ist es bei diesem Typ umso wichtiger die Diabetes Symptome frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern.

Behandlung von Diabetes

Im ersten Schritt der Diabetes Behandlung wird ein passendes Medikament ausgewählt, mit dem sich der Insulinspiegel positiv beeinflussen lässt.

Mit der richtigen Medikation kann Diabetes sicher behandelt werden. Zusätzlich zu den Medikamenten sollte ebenfalls auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse und wenig kohlehydratreichen Speisen geachtet werden. Regelmäßige Sporteinheiten sind ebenfalls wichtig, damit der Körper fit bleibt und das Gewicht in einem gesunden Rahmen gehalten werden kann. Der persönlche BMI (Body Mass Index) kann ein guter Anhaltspunkt sein, wenn es darum geht zu ermitteln, ob Gewicht reduziert werden soll.

Aufgrund der schweren Folgeerkrankungen zu denen Diabetes führen kann, ist eine frühzeitige Diabetes Behandlung umso wichtiger. Die Hauptziele der Diabetes Behandlung sind:

  1. Vermeidung schwerer Folgeerkrankungen
  2. Erhöhung der Lebensqualität und des Wohlbefindens

Bei der Diabetes Behandlung ist es generell wichtig, dass der Betroffene die eigenen Blutzuckerwerte regelmäßig selbst kontrolliert. So können Veränderungen sofort festgestellt und die Diabetes Behandlung entsprechend angepasst werden.
Diabetes Behandlung Typ I

Die Diabetes Behandlung von Typ I beruht auf drei Pfeilern:

  • Insulintherapie
  • Kohlenhydratarme Ernährung
  • Körperliche Aktivitäten

Für die optimale Diabetes Behandlung ist es dringend erforderlich, dass alle drei Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden. Sportliche Aktivitäten haben Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, woraufhin die Dosis der Insulinzufuhr wiederum angepasst werden muss.

Die Diabetes Behandlung bei Typ I besteht von Beginn an in der Zufuhr von zusätzlichem Insulin. Das fehlende Hormon Insulin muss dem Körper zusätzlich in Form von Insulinpräparaten zugeführt werden. Dies erfolgt in der Regel mittels einer Spritze, einem Pen oder in einigen Fällen auch mittels einer Insulinpumpe. Die erforderliche Dosis richtet sich nach dem aktuellen Blutzuckerspiegel.

Damit kann Diabetes Typ I zwar nicht geheilt, aber doch behandelt werden. Bisher gibt es noch keine Diabetes Behandlung für Typ I, welche die Erkrankung vollständig heilen kann.

Diabetes Behandlung Typ II

Die Diabetes Behandlung von Typ I beruht auf vier Pfeilern:

  • Gewichtsreduktion
  • Kohlenhydratarme Ernährung
  • Körperliche Aktivitäten
  • Insulintherapie

Eine mögliche Behandlung für dieses Diabetes-Typ ist Metformin.

Bei diesem Typ muss die zunehmende Insulinresistenz der Zellen behandelt werden. Dies geschieht nicht ausschließlich durch Medikamente, da sich Diabetes Typ II auch ganz wesentlich durch das individuelle Verhalten und den eigenen Lebensstil beeinflussen lässt. Der Vorteil für die Patienten ist, dass sie den Krankheitsverlauf durch ihr eigenes Handeln entscheidend beeinflussen und sich so selbst zu mehr Wohlbefinden verhelfen können.

Meist ist das schon durch Gewichtsabnahme und mehr Bewegung möglich, denn der Blutzucker sinkt bei Gewichtsverlust automatisch. Diese Maßnahmen sollten, vor allem bei übergewichtigen Diabetes Typ II Patienten auch zuerst durchgeführt werden, bevor es zur Medikation kommt.

Vor allem im Anfangsstadium kann Diabetes Typ II noch mit einer Gewichtsreduzierung von ca. 5-10kg und einer Ernährungsumstellung, ganz ohne Medikamente, behandelt werden. Daher ist es bei Diabetes Typ II besonders wichtig die Symptome frühzeitig zu erkennen.

Diabetes Behandlung bei Schwangeren

Wird Schwangerschaftsdiabetes nicht behandelt, stellt es sowohl für die werdende Mutter als auch für das ungeborene Kind eine ernsthafte Gefahr dar. Folgen für die Mutter können dabei Harnwegs- oder Nierenbeckenentzündungen sowie Bluthochdruck sein.

Der erhöhte Blutzuckerspiegel regt die Insulinproduktion des ungeborenen Kindes an, woraufhin es stark an Körpergewicht zunimmt. Hier besteht die Gefahr einer Entwicklungsstörung des Kindes. Außerdem kann es bei der Geburt durch die Größenzunahme des Kindes zu Komplikationen kommen.

Für die Diabetes Behandlung bei Schwangeren sollte zunächst die Ernährung auf eine diabetesfreundliche, fettarme und ballaststoffreiche Kost umgestellt werden. Wichtig ist, dass in der Schwangerschaft eine reiche Kohlenhydratzufuhr benötigt wird. Auf Kohlenhydrate sollte auf keinen Fall verzichtet werden. Auch Radikaldiäten sind hier nicht hilfreich, sondern gefährlich und können für das Kind ernsthafte Folgeschäden bedeuten.

Falls eine Ernährungsumstellung nicht anschlägt, muss die Diabetes Behandlung mit Insulinpräparaten fortgesetzt werden. Viele blutzuckersenkende Medikamente dürfen dabei aufgrund der Gefahren für Mutter und Kind nicht eingesetzt werden.
Heilung von Diabetes

Diabetes zu behandeln ist dank modernster Forschungsergebnisse heute einfacher denn je. Dennoch ist es nicht möglich die Krankheit vollständig zu heilen. Betroffene können die Blutwerte regelmäßig testen lassen und zusätzlich einen gesunden Lebensstil pflegen.


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